Mechthild Dyckmans, FDP - Drogenbeauftragte der Bundesregierung

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Sonntag, 5. Februar 2012
05.03.2010

8. März - Internationaler Frauentag


Praktikantin Iris Duch
Anlässlich des Internationalen Frauentages hat sich unsere Praktikantin Iris Duch die Frage gestellt, wo eigentlich der Ursprung dieses Tages liegt. 

Unter "mehr dazu" finden Sie ihren umfassenden Bericht. 

In diesem Jahr jährt sich der internationale Frauentag zum 99. Mal. Ein stolzes Alter und ein guter Grund für uns, einen Blick hinter die Kulisse eines so gesellschaftlich prägenden Tages zu werfen.
Am 8. März 1857 traten New Yorker Textilarbeiterinnen in einen Streik für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen. In diesem Zusammenhang erwähnen unbestätigte Quellen, dass der Fabrikbesitzer, die "Aufrührer" in einem der Gebäude einschloss. Aus bis heute unbekannter Ursache geriet das Gebäude in Brand und 129 Frauen kamen in den Flammen ums Leben. 1909 ereignete sich der bis zu diesem Zeitpunkt größte Aufstand, bei dem 20.000 Näherinnen auf die Straßen von Manhattan gingen, um für ihre Rechte einzustehen. Tausende wurden verhaftet, doch die Unternehmer mussten ihren Forderungen nach 2-monatigem entschlossenem Streik nachgeben.

Infolgedessen beschloss die II. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz  (100 Delegierte aus 17 Ländern) in Europa am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines jährlichen Internationalen Frauentages für die Interessen der Frauen gegen mehrfache Ausbeutung und Unterdrückung. Die Gleichberechtigung der Frauen, ihr Wahl- und Stimmrecht sowie der Kampf gegen den imperialistischen Krieg, dominierten als tiefgreifende Probleme das Tagesgeschehen. Der erste internationale Frauentag fand am 19. März 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt. Erst 1921 wurde auf Beschluss der II. Kommunistischen Frauenkonferenz, in Gedenken an die Geschehnisse des 8. März 1857, dieser Tag als Internationaler Frauentag festgelegt.

Die Wurzeln des 8. März liegen also in der Tradition proletarischer Frauenkämpfe. Im Jahr 1977 wurde der internationale Frauentag am 8. März zum UNO-Feiertag erhoben.

Auch in diesem Jahr finden wieder zahlreiche Veranstaltungen statt, die zum Zuhören, aber auch zur Diskussion einladen. Dabei beschäftigt unsere Gesellschaft heute verstärkt die Gleichstellungsproblematik von Männern und Frauen. Auch der Deutsche Bundestag beschäftigte sich im Vorfeld des Internationalen Frauentages mit Aspekten der Gleichstellungspolitik. So wurden am Donnerstag den 04. März 2010 auf Antrag der Regierungsfraktion wichtige Ziele zur Durchsetzung von Gleichstellung auf nationaler sowie internationaler Ebene verabschiedet.

Dort heißt es unter anderem: "Gleichstellungspolitik muss darauf abzielen, soziale Risiken in den Lebensläufen und Erwerbsbiografien zu erkennen. Frauen und Männer müssen mehr Möglichkeiten haben, individuell ihren Berufsweg zu gestalten. Wir brauchen familien-, gleichstellungs- und kinderfreundliche Rahmenbedingungen durch eine Kultur und Infrastruktur, die eine Entscheidung für Kinder durch echte Wahlfreiheit ermöglicht."

Als Zustifterin der Stiftung "Archiv der deutschen Frauenbewegung" in Kassel unterstützt Mechthild Dyckmans deren Zielsetzung, mit Hilfe von gesammelten Text- und Bilddokumenten zur Frauenbewegung und Frauengeschichte in Deutschland aus der Zeit von 1800 - 1967, das Frauenleben und den Frauenalltag umfassend zu dokumentieren.


Iris Duch

 


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