Dyckmans besucht die Grüsser-Sinopoli Ambulanz für Spielsucht des Universitätsklinikums Mainz

Dyckmans besucht die Grüsser-Sinopoli-Ambulanz für Spielsucht des Universitätsklinikums Mainz Die Drogenbeauftragte besuchte am 14.Oktober 2010 in Mainz die Sabine M. Grüsser-Sinopoli Ambulanz für Spielsucht des Universitätsklinikums Mainz, die sich der Behandlung von Verhaltenssüchten widmet. Dazu gehört die Medien- und die Glücksspielsucht. "Diese werden in Zukunft zu einem immer größeren Problem, wenn wir nicht jetzt anfangen, gegenzusteuern", so Dyckmans. Gerade für Jugendliche und junge Erwachsene sei die Datengrundlage noch nicht ausreichend. "Wir müssen deshalb gerade diese Zielgruppe gezielt in den Blick nehmen", so Dyckmans.


Veranstaltung ''Prävention und Aufklärung statt Abhängigkeit und Strafe'' Im Anschluss an ihren Besuch in der Ambulanz diskutierte Dyckmans mit Vertretern der Mainzer Suchthilfe im Hörsaal der Hautklinik der Universitätsmedizin über das Thema „Prävention und Aufklärung statt Abhängigkeit und Strafe“. Zu der Veranstaltung hatten die Friedrich-Naumann-Stiftung und die Medizinische Gesellschaft Mainz eingeladen.
"Drogenpolitik kann nicht ausschließlich auf Prävention und Aufklärung setzen, " sagte die Drogenbeauftragte. „Prävention steht zwar - und auch zurecht - im Zentrum unserer Anstrengungen“, sagte Dyckmans. „Doch Suchtprävention alleine ist nicht ausreichend. Denn es bedarf ebenso klarer gesetzlicher Regelungen, die das gefährdete Verhalten einschränken und - soweit erforderlich - auch mit repressiven Maßnahmen sanktionieren. Viele Menschen werden durch die Angebote der Prävention überhaupt nicht erreicht. Für solche Menschen brauchen wir zusätzliche Angebote, um ihnen mit individuellen Maßnahmen die Hilfen anzubieten, die sie vom Konsum von Alkohol, Tabak oder Cannabis abhalten.“
Ganz wichtig sei, dass sich präventive Maßnahmen immer am Individuum orientieren müssten. „Denn der Mensch muss im Mittelpunkt stehen und nicht nur seine Suchterkrankung," so die Drogenbeauftragte.








